Kantonsgeschichte des 19. Jahrhunderts

Das Projekt widmet sich der Erforschung des «langen» 19. Jahrhunderts, das mit der Helvetischen Revolution von 1798 beginnt und  am Vorabend des Ersten Weltkriegs endet. Es wird betreut durch Heidi Bossard-Borner.

Die Geschichte des 19. Jahrhunderts ist in Luzern nicht zuletzt gekennzeichnet durch dramatische politische Ereignisse wie die Jesuitenberufung, die Freischarenzüge und der Sonderbundskrieg, die weit über die Kantonsgrenzen hinaus die gesamte Eidgenossenschaft erschütterten. Die Kantonsgeschichte des 19. Jahrhunderts fasst jedoch nicht nur das politische Geschehen und die staatsrechtliche Entwicklung ins Auge, sondern thematisiert auch die wirtschaftlichen, sozialen und mentalitätsmäßigen Faktoren, die das Alltagsleben der Menschen im Kanton Luzern bestimmten.

Die Kantonsgeschichte des 19. Jahrhunderts wird vom Kanton Luzern getragen. Sie ist Teil des grossangelegten Unternehmens Geschichte des Kantons Luzern, dessen Anfänge bis in die 1920er Jahre zurückreichen. Direkte Vorläufer sind die Arbeiten zum 18. Jahrhundert, die Hans Wicki 1979 und 1990 publiziert hat.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit werden der Öffentlichkeit im Rahmen der Luzerner Historischen Veröffentlichungen zugänglich gemacht. Dabei richten sich die Publikationen nicht nur an Fachhistoriker, sondern darüber hinaus an all jene, die in irgendeiner Form an der Geschichte des Kantons und seiner Bewohnerinnen und Bewohner interessiert sind.

Von den geplanten drei Bänden sind inzwischen zwei erschienen:

  • Im Bann der Revolution. Der Kanton Luzern 1798–1831/50, Luzern/Stuttgart 1998 (LHV 34)
  • Im Spannungsfeld von Politik und Religion. Der Kanton Luzern 1831 bis 1875, Basel 2008 (LHV 42)