Azimutale äquidistante Projektionen der Erdkugel wurden auch in späteren Jahren als Bilder des flachen Erdmodells adaptiert, das die Antarktis als Eiswand um eine scheibenförmige Erde darstellt (aus https://de.wikipedia.org/wiki/Flache_Erde. Bild https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Flat_earth.png)
Die Patenschrift schlummerte unerkannt in den Archiven, bis sie am 16.1.2024 auf der Instagram-Seite des Bundesarchivs als Kuriosum publiziert wurde. Kurz darauf erschien in der NZZ am Sonntag (resp. am 22.1.2024 auf der Website der NZZ) unter dem Titel «Eine Scheibe mit dem Nordpol im Zentrum – wie sich der erste Schweizer Flacherdler die Welt vorstellte» ein Artikel von Urs Hafner über Melchior Dönni, sein Patent und seine Ideen.
Hafner beschreibt die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts aufkommende Idee, dass die Erde eine Scheibe sei. Die Vorstellung erhielt auch im 20. Jahrhundert Zulauf und ist noch heute beliebt, u.a. in Kreisen von Verschwörungstheoretikern. Dönnis Hintergrund liege aber bei den Wissenschaften, auch wenn er sich in der ersten seiner Schriften noch als «Ungelehrter» bezeichnet. Mit einigen Fakten versuche Dönni herzuleiten, dass die Sonne um die Erde kreise. Dönni wollte dieses System mit seiner einfachen, patentierten Relief-Darstellung verständlich machen.
Zu Dönnis Biographie fand Hafner nur wenig Spuren. Dies sei an dieser Stelle nachgeholt: