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Staatsarchiv

Ein Luzerner in Kanada

Im 19. Jahrhundert war Luzern, so wie der Rest der Schweiz, eher von Auswanderung als Einwanderung geprägt.

Eine Fallstudie über Josef Fischer zeigt anhand eines Einzelschicksals die komplexen Austauschbeziehungen zwischen einem Auswanderer und seinem Herkunftsort.

Obwohl Josef Fischer nach Kanada auswanderte und ein Ozean zwischen ihm und seiner Familie in Untergattwil lag, war er auch noch dreissig Jahre später mit seiner Heimat verflochten. Mit Hilfe seines Anwalts führte er einen langwierigen Erbschaftsstreit über die weite Distanz zwischen Kanada und Luzern.

Dass die Familie Fischer nebst dem Erbschaftsstreit in überdurchschnittlich viele Gerichtsprozesse verwickelt war, war ein Glücksfall. Entlang dieser Prozesse konnten wir die Geschichte von Josefs Emigration rekonstruieren.

Dabei geht es nicht nur um ein Einzelschicksal. Die Gerichtsfälle verraten uns viel über die transnationale Vernetzung eines Migranten und die vielschichtigen Familienverhältnisse des Luzerner Auswanderers, aber auch worauf Familienforscherinnen bei transnationalen Recherchen achten sollten. 

 

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Wappen der Familie Fischer (Quelle: WH1/324.2, Staatsarchiv Luzern)

 

 

Für Interessierte haben wir unter folgendem Link eine Sammlung von zahlreichen

Informationen und Recherchetipps zum Thema Auswanderung zusammengestellt.