Statt des einfachen Papstnamens zeigt sie eine Audienzszene: Der Papst, bekrönt mit der Tiara und bekleidet mit dem päpstlichen Ornat, sitzt erhöht auf einem mit floralen Motiven versehenen Thron; die Stufen davor sind mit einem Teppich bedeckt. Die Beischrift auf der rechten Seite lautet «PAVLVS / P[A]P[A].II.». Zu beiden Seiten des Throns sitzt je ein Kardinal, erkenntlich am Prälatenhut. Vor dem Thron knien sieben Bittsteller, der vorderste unter ihnen ist durch die Tonsur als Kleriker gekennzeichnet. Mit dieser Szene wird das Selbstverständnis des Papstes augenfällig gemacht: Nach Jahrzehnten des Konziliarismus (Konzilien von Konstanz 1414-1418 und Basel 1431-1449) stellt sich der Papst als unangefochtenes Oberhaupt der Kirche in Szene, dem das Kardinalskollegium und die Gemeinschaft der Gläubigen untergeordnet sind.