Mit der Militärkapitulation von 1803 verpflichtete sich die Schweiz, der napoleonischen Armee 16'000 freiwillig angeworbene Soldaten zu stellen. Die freie Werbung blieb aber weitgehend erfolglos. Die Luzerner Regierung erhöhte zuerst die finanziellen Anreize (Handgeld, Werbeprämie etc.). Viele wurden zudem mit Drohungen, List, Betrug und Alkohol zu einer "freiwilligen" Anwerbung gebracht. Später ging man dazu über, Männer mit auffälligem Lebenswandel (Nachtschwärmer, Verschwender, Berufslose, uneheliche Väter etc.) oder Heimatlose zwangsweise in den französischen Dienst einzuweisen.
Viele dieser Luzerner gehörten vermutlich zu den 7000 bis 9000 Schweizer Soldaten, die an Napoleons Feldzug nach Russland teilgenommen haben. Von ihrem Schicksal weiss man wenig, nur schätzungsweise 10-15% kehrten zurück. Genauere Angaben zu allen Luzernern oder zu den für den Kanton Luzern angeworbenen Soldaten finden sich nun hier online in der Sammlung von Cornelius Müller-Engi.